Rückenbeschwerden, Demenz und Tanzen

Rückenbeschwerden sind ein Volksleiden. Glaubt man den Statistikern so gehört die Behandlung von Rückenleiden zu den 3 Hauptausgabepositionen der gesetzlichen Krankenkassen. Der Ausgangspunkt unspezifischer Rückenschmerzen ist bislang schwer auffindbar. Neuerdings wir dem Bindegewebstraining, dem sog. Fascientraining, eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung dieser Beschwerden zugesprochen.  Hüpfende Bewegung, wie sie z. B. bei Jive und Rock`n Roll vorkommen sind erwiesenermaßen ein ideales Fascientraining.

Professor Notger Müller untersuchte die Wirkung von Tanzen und Aerobic auf die Bildung neuer Nervenzellen und neuronaler Verbindung bei älteren Menschen. Das Aerobictraining bestand aus einem Ablauf immer gleicher, einmal gelernter sportlicher Bewegungen. Beim Tanzen wurde Wert auf das Erlernen immer neuer Figuren und Schritten gelegt. Ausdauer und Fitness wurden durch bei Sportarten gleichermaßen geschult. Nach 6 Monaten war war ein deutlicher Unterschied feststellbar. Die Forscher beobachteten, dass Tanzen die Bildung von neuen Nervenzellen und Nervenbindungen mehr unterstützen könnte als monotones Fitnesstraining. „Tanzen ist eine Art geistiger Nähstoff, der für die geistige Gesundheit im höheren Alter bedeutsam sein kann“, sagt Musikkognitionsforscher Professor Gunter Kreutz von der Universität Oldenburg.