Laufstil und Alltag

Laufen ist doch gesund! Wie kommt es, dass nach glaubhaften Statistiken mehr als 30 % aller Läufer im Jahr mindestens eine Laufpause auf Grund einer Verletzung machen müssen? Kein Wunder sagen die Experten.

Schauen wir uns unseren Alltag doch einmal an. Wir sind keine Bewegungstiere mehr. Wir sitzen zu viel und unsere Bewegungen sind zu einseitig. Schauen wir uns unseren Alltag und unsere Bewegungsarmut einmal näher an: Wir sitzen vor dem Computer am Schreibtisch, die Unterarme sind aufgestützt, dadurch fallen die Schultern nach vorn, die Brustmuskulatur verkürzt sich, die Zwischenschultermuskulatur verkümmert, der Rücken wird rund und nicht aufgerichtet. Das häufige Sitzen schwächt zudem die Bauchmuskulatur, die Hüftbeugemuskulatur verkürzt sich. Durch unsere wenige Bewegung wird unsere beinabspreizende Muskulatur zudem geschwächt, ebenso die hintere Oberschenkelmuskulatur und die Gesäßmuskulatur. Diese Handicaps nehmen wir aus dem Alltag mit ins Laufen.

Wo soll der majestätische aufgerichtete Lauf jetzt herkommen? Die Hüfte kann sich bei so einer Vorgeschichte beim Laufen nicht mehr strecken. Ein Hohlkreuz und damit eine Belastung des unteren Rückens sind vorprogrammiert. Uns fehlt auch die nötige Kraft um die Hüfte bei den aneinandergereihten Einbeinständen eines Laufes zu stabilisieren.

Nun, was hilft? Nehmen Sie sich Zeit, machen Sie einen Laufkurs oder eine Laufanalyse, lassen Sie sich Tipps geben und arbeiten Sie an Ihrem Laufstil. Damit Sie auch mit 80 Jahren noch beschwerdefrei laufen können, denn Laufen ist die natürlichste Sportart der Welt!